Schallisolierung? - Ja gibt's denn sowas?

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  • BLOGARTIKEL VON 2010-09-12

    Durch die bereits erwähnten Probleme mit der Statik, welche die Fertigstellung des Baues verzögerten und verteuerten, wurde manches zum Pfusch, vor allem aber etwas sehr Wichtiges: Die Schall- bzw. Geräuschisolierung.

    Die Stützwände bestehen aus Beton, die Trennwände aus Gipsplatten. Der Beton leitet jedes Geräusch weiter und wenn im zehnten Stock gebort wird so kann man im ersten Stock immer noch glauben, der Nachbar oberhalb hat seine Handwerkerstunde. Schlicht und einfach: Solcher Lärm ist im Normalfall nicht zu identifizieren, es sei denn es wird wirklich oberhalb gearbeitet, denn dann hört man es, wenn dort das Werkzeug auf den Boden gelegt wird. (Lediglich Lärm von den seitlichen Nachbarn dringt nicht durch.)

    Wir haben ober uns eine Familie, die im Wohnbereich der Kinder, d. h. über unserem Wohnzimmer, einen Schrank mit einer ausziehbaren Lade hat. Jedesmal wenn diese Lade auf- oder zugezogen wird, ist das laut genug zu hören, etwa wie ein Donnergrollen. Natürlich ist das auszuhalten, keine Frage, es zeigt lediglich, wie hellhörig hier das Leben im Bau ist. Diese Familie mit drei Kindern hat rumänische Wurzeln, es gibt hier jedoch kaum je Probleme nachbarschaftlicher Art, die Kommunikation klappt soweit gut, zumindest aus unserer Sicht.

    Ganz anders sieht es jedoch mit den unteren Nachbarn aus und sie sind eigentlich jene, denen die Existenz dieses Blogs zu verdanken ist. Berichtigung: Sie sind der Auslöser, verantwortlich ist jedoch der Bauherr und Vermieter, die Gemeinde Wien mit all ihren ausgelagerten und zwecks Gewinnoptimierung privatisierten Organisationen wie Wiener Wohnen, Hausbetreuung und Wohnpartner. Diese wurden von den Mißständen informiert, putzen sich jedoch gekonnt ab, wie spätere Details zeigen werden.

    In dieser Form bzw. unter solchen Umständen ist das Wohnen in einer Wiener Gemeindewohnung gesundheitsschädigend.

    „Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso bekämpfen müssen, wie die Cholera und die Pest.“ Robert Koch, Arzt, Bakteriologe, Nobelpreisträger 1910
    (Dieses Zitat wurde der Website von Franner Lärmschutz entnommen.)

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