Der Olof-Palme-Hof

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  • BLOGARTIKEL VON 2010-09-10

    Eine kleine Beschreibung zum Olof-Palme-Hof liefert Wikipedia,diese ist jedoch mehr als nur unvollständig, denn wie manche andere der WienerGemeindebauten hat auch dieser seine eigene Geschichte:In seiner Projektphasehieß dieser Bau „Zentrumsbau“, da er sich im Zentrum der PAH-Siedlung befindet,ebenso wie das Hansson-Zentrum.

    Er war eigentlich als Paradestück des kommunalen Wiener Wohnbaus geplant undhätte zu Beginn der Wiener Internationalen Gartenschau (WIG) im Frühling 1974fertiggestellt sein sollen. Der Zentrumsbau sollte das Gegenstück zu dergrößten österreichischen nicht-kommunalen Wohnhausanlage Wiens, dem WohnparkAlt-Erlaa werden. Aufgrund einer komplizierten Statik gab es jedochVerzögerungen, sodaß die ersten Wohnungen 1976, die letzten Wohnungen des415-Einheiten-Komplexes aber erst 1979 bezogen werden konnten.

    Die Infrastruktur war und ist sehr gut, denn durch das vorgelagerteHansson-Zentrum ist die Versorgung mit Waren aller wichtigen Kategoriengesichert, wenngleich es in den letzten Jahren aufgrund einer undurchsichtigenPolitik (?) der gemeindeeigenen EKZ-Gesellschaft zu Einschränkungen gekommenist. (Diese werden Thema eines der nächsten Beiträge sein.) Es sind auchmehrere Ärzte hier untergebracht, etwas was natürlich sehr wichtig und gut ist,andererseits jedoch auch für Unmut sorgt, da damit auch Unbefugten der Zugangzu den Wohneinheiten möglich ist bzw. vor allem früher war.

    Der Bau ist mehr oder weniger barrierefrei, wenngleich anfangs Anpassungenvorgenommen werden mußten. Die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz istebenfalls gut, doch hätte die Verlängerung der U-Bahn für dieses kurze Stückschon längst stattfinden müssen, was ein weiteres Thema sein wird. Durch dennaheliegenden Verteilerkreis Süd, das ist die Schnittstelle von A23 undFavoritenstraße nördlich der Siedlung, sowie die südlich gelegene Auffahrt zurAussenring Schnellstraße S1 ist die Anbindung an das Straßennetz nahezu ideal.

    Die Wohnqualität ist auch durch die umliegende Grünlandschaft sehr gut: ImNorden der schöne Volkspark, im Nordosten der Böhmische Prater, im Osten derOberlaaer Kurpark (derzeit um einen wunderschönen (!) Asphaltplatz-Eingangbereichert) und das Gelände des Laaerbergs, im Süden das Liesingbach-Areal undim Westen der Heuberg sorgen – gemeinsam mit den Winden vom Wienerwald her –stets für gute Luft und reichliche Möglichkeiten zu Bewegung und Entspannung(z. B. Stadtwanderweg Nr. 7). Vom Laaerbergbad ebenso wie vom Kurbad ganz zuschweigen.

    Ja, richtig, eigentlich ein sehr passabler Wohnort und inmitten gemischterGefühle macht sich ein solches der Dankbarkeit breit gegenüber der WienerStadtpolitik, vor allem gegenüber jener, die vor Jahrzehnten geplant undgewirkt hat.

    Einen Eindruck davon, wie es bei uns aussieht erhalten Sie hier: http://www.olof-palme-hof.at/ - 2016-04-26: Diese Site, eigentlich gut gemacht, schöne Fotos etc., gibt es leider nicht mehr. Warum weiß ich nicht.

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