Dringend nötig: Gesetzlicher Schutz für Whistleblower!

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  • Artikel von 2011-03-02, hierher übertragen

    Kennen Sie schon den Ausdruck "Pfeifenbläser"?
    Nein? Ich auch nicht, zumindest nicht im herkömmlichen Sinn, wenngleich dasWort an sich ja durchaus klar ist.

    Kennen Sie schon den Ausdruck "Whistleblower"?
    Ich schon, und zwar seit November 2010.

    Wikileaks ist die bekannteste Organisation aus dem BereichWhistleblower. Die Definition "Whistleblower" lautet bei Wikipediawie folgt:
    Ein Whistleblower (vom Englischen to blow the whistle; auf Deutschwörtlich: „die Pfeife blasen“) bzw. Hinweisgeber ist ein Informant, derMissstände, wie illegales Handeln (z. B. Korruption, Insiderhandel undMenschenrechtsverletzungen), oder allgemeine Gefahren, von denen er an seinemArbeitsplatz oder auch beispielsweise bei einer medizinischen Behandlungerfährt, an die Öffentlichkeit bringt.


    Erwähnenswert ist sind die vier Kriterien, die in der Folge gelistet sind.Hier das Wichtigste:

    1. Brisante Enthüllung:
    Ein Whistleblower enthüllt nicht tolerierbareGefahren, Risiken und Fehlentwicklungen, Korruption, Verstöße gegeninternationale Abkommen, die das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaftoder die Umwelt bedrohen.(Mehr davon auf Wikipediafinden Sie hier.)


    2. Menschen mit dem Mut, solche Fehlentwicklungen der menschlichen, das heißtunserer Gesellschaft, in der Öffentlichkeit aufzuzeigen, gibt es viel zu wenigeund es wäre mehr als nur wünschenswert, hätten wir solche in genügend großerZahl. Von der kleinsten Gemeinde bis zur größten, der EU, um in Europa zubleiben, wären Whistleblower eine absolute Notwendigkeit.

    Dazu wären jedoch einerseits die gesetzlichen Rahmenbedingungen erforderlich, was so viel heissen soll wie ein gesetzlicher Schutz für denAufdeckenden. Andererseits müßten auch die Medien ihrer Verantwortung undVerpflichtung gegenüber Bevölkerung und Gesellschaft endlich nachkommen undsich auf die Seite derjenigen stellen, die ihrerseits diese Verpflichtung, dieeigentlich jeder Staatsbürger und jede Staatsbürgerin hätte, wahrnehmen. Dochim Falle unserer Medien ist das wahrlich nicht so einfach, denn wer beißt dennschon gerne all jene, die sie füttern?

    Sie denken, in Österreich wäre ein solcher Schutz unangebracht, wir hättenkeine Probleme damit?

    Ist Ihnen denn der Fall Haidinger nicht mehr geläufig, der Fall jeneshochrangigen Polizeibeamten, der gravierende Mißstände bei Polizei, Justiz undInnenministerium aufgezeigt hatte (she. KlenksWatchblog) und in der Folge nicht nur suspendiert sondern auch diffamiertwurde? Nähere Einzelheiten dazu finden sich unter anderem wieder auf Wikipedia:Der Fall Haidinger.

    Bitte lesen Sie den Artikel oder googeln Sie den Fall Haidinger, dann werdenSie sicher besser verstehen, was mit Schutz für Whistleblower gemeint ist. Wissen allein nützt jedoch auch nichts, mitmachen, in welcher Form auch immer.

    Nähere Einzelheiten zu Whistleblowern finden Sie auch auf der deutschen Website WHISTLEBLOWER NETZWERK E.V.
    Whistleblower bedürfen gesetzlichen Schutzes ebenso wie des Ihrenund des meinen, denn nur gemeinsam sind wir stark.

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