Die Terrassen des Olof-Palme-Hofs - Teil 2

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  • BLOGARTIKEL VON 2014-08-20

    Von der Bepflanzung einmal abgesehen gibt es natürlich auch noch andere Einschränkungen, die bei der Nutzung der Terrassen beachtet werden müssen bzw. zumindest sollten.

    - Keine Ablagerung von Gerümpel, Mist und anderen Sachen.
    Es kümmert sich jedoch in Wirklichkeit kein Mensch darum und wenngleich es nur einige wenige Terrassen sind, die so missbraucht werden, so gibt es natürlich Mieter, die dies entsprechend ausnutzen.
    - Kein offenes Grillen auf der Terrasse. Wird auch weitestgehend eingehalten.
    - Satellitenschüsseln und Markisen: Nur nach Ansuchen um Bewilligung.
    Für jede nicht offiziell genehmigte Installation ein Betrag von € 20,- und ich kann damit locker einen ausgedehnten Urlaub auf Mallorca verbringen. Diesbezüglich gibt es zusätzlich seit der Generalsanierung eine Vorschrift, die als wichtig bezeichnet wurde, an die sich vor allem aber die "neuen MieterInnen" überhaupt nicht halten. Die Frage wäre hier ob sie davon überhaupt wissen: Es darf bzw. dürfte in den Außenmauern nicht gebohrt werden!
    - Keine Verbauung oder Verglasung der Terrasse, d. h. es muss das Aussehen der Gebäudefront erhalten bleiben. (She. unterhalb)

    Früher gab es in der Hausordnung noch andere Vorschriften, z. B. dass die Wäsche nur bis in eine maximale Höhe zum Trocknen aufgestellt werden darf. Dies hat man an die "Gegebenheiten unserer Zeit angepasst", sodass eigentlich auch bei uns Wäscheleinen von einem Ende der Terrasse zum anderen Ende gezogen werden dürfen, ohne Beanstandungen seitens Wiener Wohnen befürchten zu müssen. Aber wie soll das gehen ohne bohren zu müssen, Klebstoff? (Offensichtlich ist hier ein gewisser mediterraner Touch à la Neapel - oder weit südlicher - durchaus erwünscht.)

    Wäsche zum Trocknen? Irrtum, das sind "Teppiche",
    das sieht man doch, oder etwa nicht? (Fotos werden nachgetragen)

    Nun aber zu den Verbauungen:

    Eigentlich habe ich bis vor kurzem keine Verbauungen gesehen, bis, ja bis ich im kleineren Nachbarhof meinen Augen nicht zu trauen wagte: Ein Mieter hat sich ausgerechnet in jenem Teil, wo die wenigen aktiven Mietervertreter zuhause sind, sehr häuslich auf der Terrasse eingerichtet. Diese gleicht nun nicht mehr einer solchen sondern eher der Veranda eines Hauses. Mittels Holzständern wurde ein Gestell errichtet und dieses dann auch abgedeckt.

    Von der Missachtung der Bestimmungen einmal ganz abgesehen, aber es ist schlicht unglaublich. Unsere Pflanzen und auch die fix montierten Bilder (!) mussten aus feuerschutzbehördlichen Gründen abgenommen werden. Eine Holzveranda, die bei einem Brand auch die darüber liegende Wohnung im Handumdrehen in Brand setzt, wird nicht beanstandet, weder von Wiener Wohnen noch von den dort beheimateten MietervertreterInnen, d. h. der Obfrau und ihren Stellvertretern.

    Nun, theoretisch könnte es natürlich sein, dass für die Errichtung dieser Veranda eine Bewilligung eingeholt wurde. Aber sollte dem so sein so würde es dem Fass den Boden ausschlagen. Denn dann müsste man sich fragen, wer der oder die Ansuchende ist, dass hier Extrawürstchen gebraten werden und natürlich auch, wer diesem Ansuchen stattgegeben hat und warum. Höchst aufklärungsbedürftig!

    Ich bin sehr gespannt darüber, ob es zumindest hier irgendwelche Reaktionen geben wird. (Gab es nicht! 2016-04-26)

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