Sich als MietervertreterIn voll zu engagieren ist wahrlich ein harter Job

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  • BLOGEINTRAG VON 2014-04-25

    Es ist sicher keine leichte und nicht immer auch eine angenehmeAngelegenheit, sich für die Gemeinschaft der MieterInnen eines Wohnhauseseinzusetzen. Zum einen heißt es dabei, die Aktivitäten der Hausverwaltung zuüberprüfen und dieser gegenüber die Interessen der MieterInnen zu wahren bzw.wenn es sein muss, diese auch durchzusetzen. Zum anderen bedeutet es aber auch,jene MieterInnen und deren Angehörige zur Ordnung zu rufen, welche auch dieselbstverständlichsten Regeln für friedliches Zusammenleben auf rücksichtloseArt und Weise mit Füßen treten.

    Es geht der und dem einzelnen Mietervertreter dadurch sicher so manches anFreizeit und Lebensqualität verloren, wenn man sich wirklich engagiert. Dankwird man im Normalfall dafür nicht erwarten dürfen.

    Wie überall bedarf es aber auch hier gewisser Fähigkeiten, um für dieAllgemeinheit nützlich tätig sein zu können. Da es sich bei denMietervertreterInnen in der Regel um ein Team handelt, sollte man sichmöglichst ergänzen können. Die Voraussetzungen sind vor allemKommunikationsfähigkeit, Offenheit, die Fähigkeit auf andere zugehen zu können,eine gewisse Standfestigkeit und auch Analysefähigkeit.

    Im Idealfall wird man bei dieser Tätigkeit aber auch damit belohnt, neue undinteressante menschliche Beziehungen aufbauen zu können, neue Erfahrungen zusammeln und einiges für die eigene Persönlichkeitsentwicklung zu tun.

    Diese Tätigkeit ist eine freiwillige, d. h. eine Tätigkeit, die nichtbezahlt wird und daher unentgeltlich geleistet werden muss. Vielleicht gibt esda auch die eine oder andere Vergünstigung in Form von Veranstaltungen seitensWiener Wohnen oder anderen Institutionen oder Firmen oder auch Spenden, die dasLeben und die Arbeit des Mieterbeirates etwas erleichtern. Grundsätzlichjedoch, wie schon erwähnt, bleibt ein solches Engagement unbedankt.

    Es ist auch verständlich, dass kein Mensch es allen seinen Mitmenschen rechtmachen kann, es gibt auch zu allem verschiedene Meinungen, es passieren Fehlerunterschiedlichster Art, etc. etc. Dadurch gibt es auch immer wiederKritikpunkte, auch an der Arbeit von MietervertreterInnen. Nun kommt es aberbei Kritik immer wieder darauf an, wie diese vorgebracht, wie sie aufgenommenund vor allem, wie sie dann auch verarbeitet wird. Dabei kommt natürlich auchder Charakter aller Beteiligten voll zur Geltung.


    Nur eines kann es aber wirklich nicht sein:
    [b]„Was wollen Sie denn, wir machen alles freiwillig und unentgeltlich.“
    als Antwort auf jegliche Art von Kritik.

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Kommentare 2

  • Der Denker -

    ÜBERTRAG EINES KOMMENTARS:
    Datum: 2014-04-27 - Geschrieben von mir als Antwort auf jenen von MBR RA4456:

    Sehr geehrteR RA4456,

    vorweg recht herzlichen Dank für Ihren Kommentar, der abgesehen von jenem unserer Mietervertretung leider bis jetzt der einzige ist. Dies ist umso trauriger, als sich andere Betroffene nicht dazu durchringen konnten, sich öffentlich zu deklarieren, egal jetzt ob man mir beizupflichten in der Lage wäre oder eben gegenteiliger Meinung ist.

    Verbindlichen Dank für Ihre Ausführungen zum Mieterbeirat, leider ist das mit dem „Abschasseln“ nicht immer so einfach wie es scheint, vor allem dann wenn man auch auf andere Aspekte Rücksicht zu nehmen hat.

    Besonders beeindruckt hat mich Ihre Formulierung bezüglich einer möglichen Vereinbarung mit WW, welche voll auf § 14.3 des Mietermitbestimmungsstatuts bezogen werden kann. Wenn jedoch der Mieterbeirat wie berichtet selbst gegen Blumen ist, wird es zunehmend kompliziert. Zum Thema Mieterversammlung und der hier herrschenden Kommunikationskultur werde ich in einem meiner nächsten Beiträge zurückkommen.

    Sie haben recht, wenn Sie meinen, dass es sich hier um ein persönliches Problem handelt, wenngleich dieses Problem weiter verbreitet ist als es scheint. Hier zwei Links dazu:
    immobilien.diepresse.com/home/…nzen-am-Gang-uberwintern-
    nachrichten.at/nachrichten/wir…r-Ver-Mieter;art15,566640
    Auch bei diesen Darstellungen gibt es jedoch genug Interpretationsraum.

    Meine dreijährige Absenz beruht zum einen auf schlechten Erfahrungen mit WW, der Gebietsbetreuung, etc., zum anderen darauf, dass ich meine Energie lieber dem Studium von Fremdsprachen zuwende.

    Danke für das mir entgegengebrachte Vertrauen, bezüglich der Kandidatur für den Mieterbeirat darf ich Sie einerseits auf den entgegnenden Kommentar des Mieterbeirats des Olof-Palme-Hofs und deren Beantwortung hinweisen und werde andererseits auch dazu noch in Kürze Stellung nehmen.

    Mit besten Grüßen

  • Der Denker -

    ÜBERTRAG EINES KOMMENTARS:
    Datum: 2014-04-27 - Besuchername: MBR RA4456 - ra4456.wordpress.com

    Sehr geehrter Linguis (habe bei Blog+de unter diesem Namen geschrieben),

    mich freut es, dass sich endlich wieder eine Stimme zu Problemen bzw. Ungereimtheiten in Wiener Gemeindebauten erhebt, auch wenn das, wie in Ihrem Fall nach einer 3-jährigen stummen Phase erfolgt. Dass das aufgezeigte Problem in erster Linie ein persönliches, und erst in zweiter Linie ein allgemeines ist, soll dabei nicht stören.

    Mehr stört mich die Darstellung einer gemeinsamen – offenbar nicht ganz fairen – Vorgangsweise von WW-Mitarbeitern und Personen des Mieterbeirats in der leidigen Angelegenheit. Im Posting vom 23.04.2014 stellen Sie unter Pkt.3 die Frage, wie diese Mietervertretung wohl reagieren wird. Dazu sollte man sich das Konstrukt Mieterbeirat einmal näher betrachten.

    Die Basis für den Mieterbeirat ist das Mietermitbestimmungsstatut. Dieses formuliert: “Der Mieterbeirat besteht aus den gewählten Mietervertretern”. Wer also mittun, günstigenfalls mitgestalten will, stellt sich als Kandidat zur Verfügung. Es ist somit Sache ser Wähler in dieser MBR-Wahl, Personen die – wie Sie es beschreiben – Mieteranliegen einfach abschasseln, nicht zu wählen. Es gibt außerdem einen Vorsitzenden dieses Mieterbeirats, bei dem man durchaus auch Beschwerden über einen konkreten Mietervertreter oder eine Mietervertreterin deponieren kann. Es gibt weiters die Mieterversammlung, die dem Mieterbeirat eine konkreten Aufgabe zuweisen kann, die dieser zu bearbeiten hat.

    Dass Treppen, Dachböden Gänge (auch Kellergänge) etc. nicht mit Möbeln, Fahrrädern oder sonstigen Gegenständen verstellt werden dürfen, steht in der Hausordnung. Was hier nicht definitiv aufgezählt ist, ist m.M. reine Auslegungssache. Und hier hätte die Mieterversammlung den Mieterbeirat mit der Aufgabe betrauen können: “Triff eine Vereinbarung mit WW, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit Blumen samt Befestigungen im Einklang mit den Brandschutzverordnungen auf den Gängen etabliert werden dürfen”. Dieser Anfrage des MBR hätte WW sich nicht entziehen können, und ein allgemeines Bla-bla hätte der MBR leicht zerpflücken können.

    Sie, lieber Linguis scheinen mir durchaus das Zeug dazu zu haben, solche Scharmützel mit der Hausverwaltung im Sinne der Mieter auszutragen. Warum haben Sie sich noch nie als Kandidat für den Mieterbeirat zur Verfügung gestellt?