Wiener Wohnen und die Blumen auf dem Gang

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  • BLOGARTIKEL VON 2014-04-07

    Es ist durchaus nachvollziehbar, dass auf vielen Gängen und in vielen Stiegenhäusern das Aufstellen von Blumen und Pflanzen sehr problematisch wäre, daher ist grundsätzlich verständlich, wenn die Hausordnung einen solchen Passus beinhaltet. Dies vor allem dann, wenn es sich um Stiegenhäuser handelt, wo je Stockwerk drei, vier oder mehr Wohnungstüren unmittelbar nebeneinander angeordnet sind. Es kann und darf jedoch nicht sein, dass dies anderswo nur deshalb auch so sein muss!

    Der Olof-Palme-Hof, einst Zentrumsbau genannt (Erstbezug 1976/77, Olof Palme 1986 gestorben), erstreckt sich am Abhang des Laaerbergs bergab und je nach Stiege gibt es vor allem in den oberen Etagen Gänge, die den Bau west- bzw. nordseitig abschließen, d. h. es sind nur auf einer Seite, zu den Höfen hin, Wohnungen angeordnet.

    Voraussetzungen:
    - Die Gänge sind vom Stiegenhaus (eine grindige Sache) und vom sehr geräumigen Aufzugvorraum durch Sicherheitstüren getrennt.
    - Die Gänge auf Stiege D haben eine Länge von ca. 60 m und sind durch eine stählerne Feuertür geteilt.
    - Die Breite der Gänge ist 140 cm, straßenseitig noch mit acht Betonstreben mit 15 cm Breite und 12 cm vorstehend je Wohneinheit.
    - Für die jeweils 4 Wohnungen bedeutet dies, dass je Wohnung ca. 15 m Gang zur Verfügung stehen. Dies bedeutet auch, dass zwischen den einzelnen Wohnungstüren ein Abstand von etwas weniger als die 15 m besteht, was einen breiten Raum darstellt.

    Ein Beispiel anhand unserer Blumen, Pflanzen und Bilder
    - Die Pflanzen stehen auf Regalen, insgesamt sechs Stück.
    - Drei Regale mit Tiefe von 17 cm, und Breite von 1 x 80 cm, 1 x 110 und 1 x 130 cm.
    - Drei Regale mit Tiefe von 20 cm und Breite von 30 cm, unmittelbar neben Mittelstrebe (50 cm Tiefe und 22 cm Breite von der Decke gerechnet) auf Gang. (Ganghöhe ca. 270 cm). Auf diesen befinden sich sehr dekorative Wachsblumen (Hoya), die an den Oberseiten der Wände befestigt sind.
    - 7 Hängekörbe mit Grünlilien (Chlorophytum), sechs davon unmittelbar links und rechts der Wohnungstür.
    - 6 durch die Sonne ausgebleichte Bilder zwischen den Pflanzen und Regalen, mit den Abmessungen von 40 x 30 x 10 cm. Auch diese müssen weg!

    Fairerweise muss dazu auch gesagt werden, dass die Ansicht bzw. die Ausstattung unserer Gangpflanzen je nach Jahreszeiten eine andere ist. Aber bei gutem Willen hätte es sicher auch diesbezüglich eine Lösung gegeben, hätte man dies gewollt. War es aber nicht, noch nie ist jemand auf die Idee gekommen, im Sinne der Mieter zu agieren und einmal kurz anzuläuten. Stattdessen schlichen die Damen und Herren von Wiener Wohnen und Mieterbeirat in trauter Zweisamkeit leise durch die Gänge.

    Erklärung dazu:
    - Der Großteil der Wohnungen des Olof-Palme-Hofs sind mit sehr geräumigen Terrassen in der Größe von ca. 12 m2 ausgestattet. Damit lässt sich schon einiges anfangen, um sich in Frühjahr, Sommer und Herbst einen zusätzlichen Wohnraum schön auszugestalten.
    - Das Problem dabei: Wohin mit den Fuchsien, der Bougainvillea und den Pelargonien, d. h. den nicht winterharten Pflanzen im Winter (einen Keller gibt es bei uns nicht)? Eine Lösung wäre, einen Teil des Fahrradraumes abzugrenzen, mit einem Gitter zu versperren und dafür auch Miete zu verlangen.

    - Eine solche oder ähnliche Lösung gibt es nicht, wodurch wir gezwungen waren, unsere Pflanzen auf dem Gang zu deponieren. Die Pelargonien kamen zu den anderen Pflanzen auf die Regale (Tiefe 17 cm), die großen Pflanzen standen auf dem Boden, soweit erforderlich mit Folie umwickelt, um den Platzbedarf zu beschränken. Dieser war max. 30 cm, zumeist von Mitte Nov. bis Mitte März. Wie zuvor angeführt: Auf den Gang oder in die Mülltonne, was würden Sie bevorzugen?

    Hinzuzufügen ist noch, dass manche Mieter wirklich nur zwei oder dreiBlumentöpfe irgendwo neben der Wohnungstür haben und es gerade in solchenFällen pervers ist, dies mit fadenscheiniger Begründung untersagen zu wollen.

    Fortsetzung folgt, u. a. mit den feuerpolizeilichen Bestimmungen bzw. denbesagten Begründungen.

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