Gemeindebau-Blog 21

Leben im Wiener Gemeindebau: In diesem Blog geht es einerseits um das Zusammenleben im Wiener Gemeindebau, zum anderen um die Beziehungen der MieterInnen zu Wiener Wohnen. Vor allem auch geht es um Erscheinungsformen und Missstände in diesem Bereich.

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  • BLOGARTIKEL VON 2014-04-08

    „Wiener Wohnen ist nach den Bedingungen des Wiener Feuerpolizeigesetzes verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass in den allgemein zugänglichen Räumen des Hauses keine brandgefährlichen Gegenstände lagern bzw. diese Gegenstände eine allfällige Brandbekämpfung durch die Feuerwehr nicht behindern.“ Wiener Wohnen, Schreiben v. 2013-07-29 (she. Foto).

    Soweit, so gut. Diese Bestimmungen kann man natürlich nachvollziehen, sowohl was die Brandbekämpfung als auch die allgemein zugänglichen Räume betrifft. Es sollte dort halt nicht aussehen wie die Vorbereitung auf den nächsten Flohmarkt im Hansson-Zentrum, um in der Gegend zu bleiben. Interessant dabei ist jedoch, dass die Blumen durch Wiener Wohnen einen so hohen Stellenwert erhalten, denn im Schreiben v. 29. Juli stehen sie hinter den Fahrrädern an zweiter Stelle, dann erst kamen „andere Gegenstände“ dran. Im Schreiben vom 17. März 2014 wurden sie an dritter Stelle genannt, dann die Bilder, ……

    Wie steht es aber[Weiterlesen]
  • BLOGARTIKEL VON 2014-04-07

    Es ist durchaus nachvollziehbar, dass auf vielen Gängen und in vielen Stiegenhäusern das Aufstellen von Blumen und Pflanzen sehr problematisch wäre, daher ist grundsätzlich verständlich, wenn die Hausordnung einen solchen Passus beinhaltet. Dies vor allem dann, wenn es sich um Stiegenhäuser handelt, wo je Stockwerk drei, vier oder mehr Wohnungstüren unmittelbar nebeneinander angeordnet sind. Es kann und darf jedoch nicht sein, dass dies anderswo nur deshalb auch so sein muss!

    Der Olof-Palme-Hof, einst Zentrumsbau genannt (Erstbezug 1976/77, Olof Palme 1986 gestorben), erstreckt sich am Abhang des Laaerbergs bergab und je nach Stiege gibt es vor allem in den oberen Etagen Gänge, die den Bau west- bzw. nordseitig abschließen, d. h. es sind nur auf einer Seite, zu den Höfen hin, Wohnungen angeordnet.

    Voraussetzungen:
    - Die Gänge sind vom Stiegenhaus (eine grindige Sache) und vom sehr geräumigen Aufzugvorraum durch Sicherheitstüren getrennt.
    - Die Gänge auf… [Weiterlesen]
  • BLOGARTIKEL VON 2014-04-05

    Im Allgemeinen stellt man sich einen Sozialbau als triste Mietkasernen vor,in der die Menschen einlogiert werden, um dort ein karges Dasein zu fristen.Nicht so in manchen Wiener Gemeindebauten, in welchen so mancher Politiker, somanche Politikerin und viele Protegés aus Politik und Wirtschaft ein sehrbequemes – und vor allem billiges - Auslangen findet.
    Dass jedoch dort, wo solche nicht wohnen, mit Verschönerungen undVerbesserungen für die MieterInnen gespart wird, sieht man am Beispiel desOlof-Palme-Hofs. Doch es kommt noch schlimmer, denn in manchen Fällen versuchtman mit allen Mitteln, den MieterInnen die Verschönerung der eigenenWohnbereiche zu verleiden und zu verbieten.

    Hier die Einzelheiten:

    - Stiege D: 52 Wohneinheiten, ab 4. Stock liegen die Gänge westseitig,Wohnungen ostseitig (hier als 6. Ebene gekennzeichnet. 10 Stockwerke, alsEbenen 3 bis 12 benannt, da das gesamte Gebäude insgesamt 8 Stiegen umfasst unddas Gelände abschüssig ist, bedingt… [Weiterlesen]
  • BLOGARTIKEL VON 2011-02-03

    Seit die Grünen in Wien mitregieren, ist der geforderte Ausbau deröffentlichen Verkehrsmittel wieder in aller Munde und die Kronenzeitungberichtet wieder in voller Länge. Doch wird hier nicht wieder mit zweierlei Maßgerechnet?

    Sicher ist es verständlich, wenn jemand aus persönlichem Interesse dagegenkämpft, eine neue Straße, Straßenbahn oder U-Bahn vor seinem Haus und Gartenhingeknallt zu bekommen. JedeR von uns würde es ebenso tun, um seine persönlicheHabe und seinen eigenen Lebensstandard zu schützen, es ist dies durchauslegitim.

    Anders ist es jedoch, wenn aus genau diesem Grund politische Bewegungengeschaffen oder politische Parteien zur Wahrung dieser Interessen mißbrauchtwerden. Man erinnere sich zurück an jene Zeiten, als Global 2000 den Bau derOstautobahn zu verhindern versuchte. Welch ein Glück, dass es ihr nichtgelungen ist, oder sehen Sie das anders?

    Man kann ja unseren StadtpolitikerInnen nicht gerade vorwerfen, von großenVisionen beseelt zu… [Weiterlesen]
  • BLOGARTIKEL VON 2011-02-02

    Im Wahlkampf zur Gemeinderatswahl 2010 ließ Herr Bürgermeister Dr. MichaelHäupl verlautbaren, es ginge ihm um „klare Regeln des Miteinanderlebens".
    Nun könnte man als Außenstehender bzw. Unbedarfter damit spekulieren, dasses solche bisher nicht gab, was eigentlich äußerst befremdlich wäre, wenn manüberlegt, wie lange die Wiener SPÖ hier schon uneingeschränkthauptverantwortlich ist.

    Gutmütige WienerInnen ebenso wie Wurschtigkeitsfanatiker könnten dieseAussage auch dahingehend interpretieren, dass die schon vorhandenen Regeln zumZusammenleben eben aufgrund der permantenten Überforderung unsererPolitikerInnen und Stadtbeamten durch die so vielfältigen Aufgaben desöffentlichen Lebens – hier eine Eröffnung, dort ein Bankett, dann wieder einanderes Festerl – nicht klar genug formuliert werden konnten, sogenanntes Amts-oder Beamtendeutsch eben.

    Lediglich die Eingeweihten wissen, dass jede Regel nur so gut ist, wie derenEinhaltung überprüft und eingefordert… [Weiterlesen]
  • BLOGARTIKEL VON 2012-12-30


    Im Jänner wird das Gemeindebaublog fortgesetzt und es gibt einiges dazu zuberichten.

    Um Ihnen die Zeit bis dahin zu verkürzen ein interessanter Link:

    - mieterecho.at/

    Es ist hier jedoch zu betonen, dass nur kooperatives und vernetztes Handelndie Verantwortlichen von Wiener Wohnen und der Stadtregierung insgesamt dazubringen kann und wird, sich ernsthaft mit den Bedenken, Sorgen, Vorstellungenund Wünschen der Bevölkerung auseinanderzusetzen.

    Viel Erfolg für 2011,
    im Allgemeinen und in Bezug auf unsere Anliegen im Besonderen
    wünscht Ihnen herzlichst

    Stefan Svec [Weiterlesen]
  • BLOGARTIKEL VON 2010-09-12

    Durch die bereits erwähnten Probleme mit der Statik, welche die Fertigstellung des Baues verzögerten und verteuerten, wurde manches zum Pfusch, vor allem aber etwas sehr Wichtiges: Die Schall- bzw. Geräuschisolierung.

    Die Stützwände bestehen aus Beton, die Trennwände aus Gipsplatten. Der Beton leitet jedes Geräusch weiter und wenn im zehnten Stock gebort wird so kann man im ersten Stock immer noch glauben, der Nachbar oberhalb hat seine Handwerkerstunde. Schlicht und einfach: Solcher Lärm ist im Normalfall nicht zu identifizieren, es sei denn es wird wirklich oberhalb gearbeitet, denn dann hört man es, wenn dort das Werkzeug auf den Boden gelegt wird. (Lediglich Lärm von den seitlichen Nachbarn dringt nicht durch.)

    Wir haben ober uns eine Familie, die im Wohnbereich der Kinder, d. h. über unserem Wohnzimmer, einen Schrank mit einer ausziehbaren Lade hat. Jedesmal wenn diese Lade auf- oder zugezogen wird, ist das laut genug zu hören, etwa wie ein… [Weiterlesen]
  • BLOGARTIKEL VON 2010-09-11

    - Eines der Probleme in der Bezugsphase war eine unselige und vertrottelteBestimmung, wonach in einem Wohnbau nur dann Gegensprechanlagen eingebautwerden durften, wenn ausnahmslos alle Mieter dem auch zustimmen würden. Bei 415Wohneinheiten ein aussichtsloses Unterfangen, wenngleich sich letztlich nurzwei oder drei Mieter querlegten. Aber diese gaben den Ausschlag und die sodringend notwenige Installation blieb aus.

    - Ein weiteres Problem waren und sind teilweise die Ärzte. Wir alle sindfroh dass wir sie haben, danke. Aber im Umfeld des Hauses hätte es genug Platzgegeben, um diesen ein eigenes Zentrum zu errichten. Dann wäre einerseits derZugang fremder Personen eingeschränkt worden und das üppige Warten an denLifttüren wäre auch ausgeblieben, ebenso die von allen zu tragenden Mehrkostendurch Strom und Liftabnützung. (Die Ärzte wurden sinnigerweise überwiegend injenen Stiegen einquartiert, wo nur ein Lift ist, nicht bei jenen, wo es derenzwei gibt.)

    Ob ein[Weiterlesen]
  • BLOGARTIKEL VON 2010-09-10

    Eine kleine Beschreibung zum Olof-Palme-Hof liefert Wikipedia,diese ist jedoch mehr als nur unvollständig, denn wie manche andere der WienerGemeindebauten hat auch dieser seine eigene Geschichte:In seiner Projektphasehieß dieser Bau „Zentrumsbau“, da er sich im Zentrum der PAH-Siedlung befindet,ebenso wie das Hansson-Zentrum.

    Er war eigentlich als Paradestück des kommunalen Wiener Wohnbaus geplant undhätte zu Beginn der Wiener Internationalen Gartenschau (WIG) im Frühling 1974fertiggestellt sein sollen. Der Zentrumsbau sollte das Gegenstück zu dergrößten österreichischen nicht-kommunalen Wohnhausanlage Wiens, dem WohnparkAlt-Erlaa werden. Aufgrund einer komplizierten Statik gab es jedochVerzögerungen, sodaß die ersten Wohnungen 1976, die letzten Wohnungen des415-Einheiten-Komplexes aber erst 1979 bezogen werden konnten.

    Die Infrastruktur war und ist sehr gut, denn durch das vorgelagerteHansson-Zentrum ist die Versorgung mit Waren aller wichtigen… [Weiterlesen]
  • BLOGARTIKEL VON 2010-09-09

    Es war mitten in der Nacht von Freitag auf Samstag vergangener Woche, alsich plötzlich erwachte. Der Grund dafür war auch augenblicklich ausgemacht,denn es waren die Jungs unter uns, die wie verrückt herumschrien. Der nächsteBlick war jener auf den Wecker: 00:15 Uhr!

    Bis vergangenen Sonntag waren die letzten zwei Monate herrlich: Keinungezügeltes Herumschreien unter uns, kein Herumtoben, weder in der Wohnungnoch auf der Terasse. Es ist dies auch die einzige Zeit des Jahres, in der wirnicht unter teils extremer Lärmbelastung leiden und diese auch bereitsgesundheitliche Auswirkungen hatte.

    Es ist jetzt 15 Minuten nach Mitternacht und was zuviel ist, ist zuviel.Brief an den Bürgermeister? Vor der Gemeinderatswahl durchaus angebracht. Kopiean die Zeitungen? Na ja, vielleicht einmal kurz darüber berichtet, vielleichtauch nicht, ist ja wohl auch Alltag in den Wiener Gemeindebauten. Danachunvermeidlich: Die Decke des Vergessens und alles nimmt wieder den… [Weiterlesen]