Gemeindebau-Blog 21

Leben im Wiener Gemeindebau: In diesem Blog geht es einerseits um das Zusammenleben im Wiener Gemeindebau, zum anderen um die Beziehungen der MieterInnen zu Wiener Wohnen. Vor allem auch geht es um Erscheinungsformen und Missstände in diesem Bereich.

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  • BLOGARTIKEL VON 2010-09-14

    Am kommenden Wochenende feiert die MA 48 (Stadt Wien, Magistratsabtreilung 48) wiederdas jährliche Mistfest, diesmal das schon 19. seiner Art. Eine wirklich guteGelegenheit, sich einmal anzusehen, wo der Mist gemacht wird, wer ihn macht undwie damit umgegangen wird, zum Beispiel in unserem Gemeindebau.

    Es gibt bei uns auf jeder Etage, bei uns Ebene genannt, für jeweils zwei voninsgesamt acht Stiegen einen Müllschlucker, der den Müll über einen Schacht zuden Mülltonnen führt. Diesen vorgelagert ist ein Müllverdichter, eine Schneckedie den Müll komprimiert. Der dazugehörigen Raum ist verschlossen, so dass mandort im Normalfall keinen Sperrmüll deponieren kann. (Wie ich vor kurzem erstanhand der Homepage der Mietervertreter erfuhr, gingen dessen Kosten bisher zuLasten der Mieter!)

    Da in Wien viel Wert auf Mülltrennung gelegt wird, gibt es an der Straßeeinen separaten Müllkäfig, der die Papier-, Kunststoffflaschen-, den Metall-und den Biomüllcontainer… [Weiterlesen]
  • BLOGARTIKEL VON 2015-07-18

    vergangene Woche habe ich dem Herrn Bürgermeister Dr. Häupl einen offenenBrief geschickt, mit der Bitte um Beantwortung. Eine Kopie desselben hat auch der Minister für Integration, Herr Minister Kurz, erhalten. Nachzulesen istdieser hier: http://www.der-denker.eu/

    Der Anlaß dafür sind: Der Ramadan, unsere ägyptischen Nachbarn, derenfehlende Rücksicht und Integrationswillen, lautstarke nächtliche Diskussionen,etc. etc. Sie können davon ausgehen, dass ich von den Angeschriebenen nichts mehr gehört habe.Dafür habe ich vom Nachbarn wieder gehört, leider bin ich des Arabischen nichtmächtig. Seine Familie, d. h. seine Gattin und die drei jüngeren der insgesamtsechs Kinder sind offensichtlich jetzt in Ägypten. Das ist natürlich auch einguter Anlaß, zu telefonieren. Aber diese Telefonate - so wie gestern - zwischen23:00 Uhr und 23:20 Uhr lautstart bei offener Balkontür zu führen ist wiedereine Frechheit, wenn nicht sogar eine Provokation. Doch wer… [Weiterlesen]
  • BLOGARTIKEL VON 2015-07-07

    Wir haben unsere Gemeindewohnung vor achtunddreißig Jahren bezogen, derdamals Zentralbau genannte Gemeindebau als Abschluss der Bauvorhaben in derPer-Albin-Hansson-Siedlung, heute unter Olof-Palme-Hof nur allzu gut bekannt. Eswar ein besonderes Schmuckstück sozialistischen Bauwesens und hat seine eigeneGeschichte (Bauringskandal).Für all jene, denen es in den Sinn kommen möge, über Gemeindebauten und derenBewohnerInnen zu schimpfen: Wir haben damals ATS 172.000,- bezahlt, was imJahre 1977 eine ganz beachtliche Summe darstellte, besonders für junge Familienwie wir es waren.

    Um Stromkosten zu sparen wurde uns damals angeboten, den Strom für dieWarmwasseraufbereitung im Bad über Nachtstrom zu beziehen. Dazu wurde in einerGangnische ein Zusatzzähler installiert, der Hauptzähler befindet sich – füruns unzugänglich – in einem Nebenraum der Garage.

    Die Abrechnung erfolgte über vier Jahrzehnte völlig problemlos: Es wurdender Hauptzähler und der… [Weiterlesen]
  • BLOGARTIKEL VON 2014-08-20

    Von der Bepflanzung einmal abgesehen gibt es natürlich auch noch andere Einschränkungen, die bei der Nutzung der Terrassen beachtet werden müssen bzw. zumindest sollten.

    - Keine Ablagerung von Gerümpel, Mist und anderen Sachen.
    Es kümmert sich jedoch in Wirklichkeit kein Mensch darum und wenngleich es nur einige wenige Terrassen sind, die so missbraucht werden, so gibt es natürlich Mieter, die dies entsprechend ausnutzen.
    - Kein offenes Grillen auf der Terrasse. Wird auch weitestgehend eingehalten.
    - Satellitenschüsseln und Markisen: Nur nach Ansuchen um Bewilligung.
    Für jede nicht offiziell genehmigte Installation ein Betrag von € 20,- und ich kann damit locker einen ausgedehnten Urlaub auf Mallorca verbringen. Diesbezüglich gibt es zusätzlich seit der Generalsanierung eine Vorschrift, die als wichtig bezeichnet wurde, an die sich vor allem aber die "neuen MieterInnen" überhaupt nicht halten. Die Frage wäre hier ob sie davon überhaupt wissen: Es darf bzw.[Weiterlesen]
  • BLOGEINTRAG VON 2014-08-20

    Wie schon in anderen Beiträgen erwähnt, haben wir wirklich schöne Terrassen. Diese wurden ursprünglich als Gegenstück zu jenen des Wohnparks Alt-Erlaa geplant, wie der gesamte Bau. Sie haben eine Grundfläche von ca. 12 m2 und eine sehr geräumige Form. Das bedeutet, dass man auch Vernünftiges damit anfangen kann.

    Dazu kommen noch die vier Pflanzentröge, welche auch das Auspflanzen größerer Pflanzen zulassen, sowie der Regen- und Gießwasserabfluss. So gesehen ist es unser liebster Aufenthaltsraum und wir bedauern oft, dass es viele andere MieterInnen rund um uns nicht schaffen, die Terrasse als Oase, als lebens- und liebenswerten Raum zu verstehen und zu nützen.

    Natürlich gibt es bei der Nutzung Einschränkungen und auch einen unangenehmen Nebeneffekt, nämlich jenen, dass diese Terrassen versetzt sind, d. h. im Gegensatz zu Alt-Erlaa sind die Schlafräume über bzw. unter der Terrasse des vertikalen Nachbarn. Das wieder bedeutet, dass man z. B.… [Weiterlesen]
  • BLOGARTIKEL VON 2014-08-18

    Wiener Wohnen geht gegen Missstände vor, und soweit es sich dabei wirklich um solche handelt scheint dies natürlich auch berechtigt. Es gibt dazu jedoch eine Einschränkung, die da lautet: Bekämpfung ja, zumeist, meistens aber zu spät, mitunter aber auch halbherzig bis gar nicht. Wenn wir einmal die Blumen auf den Gängen sowie die Kameraattrappen weglassen, so bieten sich mehrere Themen an, zwei davon wollen wir hier behandeln, heute
    die Taubenplage

    Alljährlich kommt ein Schreiben von Wiener Wohnen, welches darauf hinweist, dass unser Bau von Taubenplage betroffen ist, Tauben die Anlage verschmutzen und obendrein ein großes Gesundheitsrisiko darstellen. Es wird darauf verwiesen, dass das Füttern von Tauben in den Anlagen der Gemeinde Wien, sprich jene des ausgelagerten ?Wiener Wohnens?, nicht gestattet ist. Dies ist auch in der Hausordnung so festgelegt. (Angeblich haben in anderen Gemeindebauten bereits Prozesse gegen MieterInnen stattgefunden, die… [Weiterlesen]
  • BLOGARTIKEL VON 2014-08-15

    In diversen Medien werden verschiedene Möglichkeiten empfohlen, umeinerseits Einbrüche und andere kriminelle Aktivitäten und andererseitsVandalenakte zu verhindern oder zumindest zu erschweren. Auch unsere Damen undHerren Politiker tun sich hier gerne hervor, so zum Beispiel HerrVizebürgermeister Michael Ludwig, seines Zeichens amtsführender Stadtrat undChef der Geschäftsgruppe Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung und somit auchHauptverantwortlicher für Wiener Wohnen. So gibt es derzeit eine Offensive imGemeindebau zur Prävention von Einbrüchen.

    Als eines der wirksamsten Mittel gegen unliebsame Vorkommnisse in denHäusern wird immer wieder die Nachbarschaftshilfe angeführt. Dies ist auchdurchaus nachvollziehbar, bedingt jedoch den Willen der handelnden Personen undHausparteien. Dass dies aber nicht immer so einfach ist und vor allem in denletzten Jahren aufgrund geänderter Zusammensetzung der Parteien, vor allem aberaufgrund von verschiedenen Ethnien… [Weiterlesen]
  • BLOGARTIKEL VON 2014-05-15

    Die Printausgabe der Presse berichtet diese Woche über Probleme undSchwierigkeiten für und mit Migranten, vor allem auf die türkischen Zuwandererbezogen. Einer dieser Artikel hat die Überschrift "WienerWohnen auf Türkisch".

    Neben anderen Aspekten kam auch das Wohnen im Gemeindebau zur Sprache. EinAbsatz davon wurde mit "Kaum Kontakt im Gemeindebau" betitelt. Dasses dabei wie überall immer wieder auch zu Problemen und Konflikten kommt isteine unbestreitbare Tatsache mit verschiedenen Ursachen. Dass es in Foren wiejenem der Presse auch immer wieder zu Hasstiraden auf MigrantInnen kommt,ebenso.

    Es ist mir aber schlicht unerklärlich, was die Zensur der Presse dazubewogen hat, einen Kommentar zu löschen, der sich eben auf das Zusammenlebenund verschiedene Probleme im Gemeindebau bezieht, an denen nicht nur jene leiden,die zugezogen sind, sondern auch jene, die sich mit diesen Zugezogenen inirgendeiner Form arrangieren wollen, sollen oder müssen.

    Der Kommentar… [Weiterlesen]
  • BLOGEINTRAG VON 2014-04-25

    Es ist sicher keine leichte und nicht immer auch eine angenehmeAngelegenheit, sich für die Gemeinschaft der MieterInnen eines Wohnhauseseinzusetzen. Zum einen heißt es dabei, die Aktivitäten der Hausverwaltung zuüberprüfen und dieser gegenüber die Interessen der MieterInnen zu wahren bzw.wenn es sein muss, diese auch durchzusetzen. Zum anderen bedeutet es aber auch,jene MieterInnen und deren Angehörige zur Ordnung zu rufen, welche auch dieselbstverständlichsten Regeln für friedliches Zusammenleben auf rücksichtloseArt und Weise mit Füßen treten.

    Es geht der und dem einzelnen Mietervertreter dadurch sicher so manches anFreizeit und Lebensqualität verloren, wenn man sich wirklich engagiert. Dankwird man im Normalfall dafür nicht erwarten dürfen.

    Wie überall bedarf es aber auch hier gewisser Fähigkeiten, um für dieAllgemeinheit nützlich tätig sein zu können. Da es sich bei denMietervertreterInnen in der Regel um ein Team handelt, sollte man… [Weiterlesen]
  • BLOGARTIKEL VON 2014-04-23

    Heute vormittags gegen 11:00 Uhr wurden die MieterInnen des Olof-Palme-Hofs von einem Mitarbeiter von Wiener Wohnen kontaktiert und es wurde uns mitgeteilt, dass wir in ca. vierzehn Tagen mit der Räumung und Demontage aller Gegenstände, somit auch der auf den Gängen vorhandenen Pflanzen, rechnen müßten. (Übrigens: Ein idealer Zeitpunkt für eine solche Info-Tour, zumindest für die Pensionisten.)

    Als Grund wurden einmal mehr die feuerpolizeilichen Bestimmungen genannt und auf Gefährdung bei Benützung der Fluchtwege hingewiesen. Auf eine Diskussion über Sinn und Zweck des Vorgehens in diesem speziellen Fall ließ sich der„Sonderreferent des Kundenmanagements Süd“ nicht ein. Er sei nur beauftragt worden, dieses Projekt umzusetzen, wem es nicht passe der möge versuchen, die Feuerschutzbestimmungen von Wien abändern zu lassen (eine Frechheit).

    Ihnen als unbeteiligtem Leser dieser Zeilen mag das verständlich sein, Sie denken wahrscheinlich, was wollen die wegen… [Weiterlesen]