2005-07-08 - Terroranschlag in
London
Mein Beitrag im Forum des Standard und Reaktionen dazu (chronologisch):

2005-07-07 -
19:33 Uhr - Der Denker
Nicht die
Terroristen sind krank, ...
es ist die ganze Gesellschaft, weltweit, die krank ist. Terroristen wie
die Al Kaida und andere sind nur Symtome dieser - mittlerweile wohl eher
unheilbaren -Krankheit.
Die Gesellschaft
aber sind wir: Du, ich, der oder die Nächste zu Deiner Linken ebenso wie
zu Deiner Rechten, ob sie oder er jetzt blasse, gelbe, rote oder schwarze
Hautfarbe hat.
Wie krank wir
wirklich sind, kann man beispielsweise anhand mancher der hier veröffentlichten
Beiträge sehen, erbarmungswürdig.
Aber wir alle werden
es sicher schaffen, dieses Problem zu bewältigen. Der einzige Haken
daran:
Es wird uns dann wohl nicht mehr geben!
www.der-denker.net (2007: www.der-denker.eu)

2005-07-07 - 20:16
Uhr - Beitrag von: islam ist schön - oder doch nicht
Ach so, na ja dann -
Die Terroristen sind NICHT krank
dann sind sie ja
fein heraus. Noch dazu wo sie ja noch leben.
Für die
Gesellschaft schaut es da schon ungünstiger aus. Erstens ist sie krank
und zweitens sind einige Kranke dieser kranken Gesellschaft jetzt tot.
Gesundgebombt in U-Bahn-Schächten und Bussen.
Möglicherweise
meinen es die islamistischen Terroristen ja nur gut und wir, die
Gesellschaft in unserer Krankheit merken es nur nicht.
Ich bin zwar kein
Denker aber ich verstehe ihre Denkweise trotzdem nicht.
Antwort erfolgte
bei Soki

2005-07-07 -
21:36 Uhr - Beitrag von: Hermine Berg
"Gesundheit!"
- Sehr originell, ohne Antwort meinerseits!

2005-07-08 -
02:46 Uhr - Beitrag von: soki
Was ist das für
eine Krankheit, von der wir befallen sind? Ich geh mal davon aus, das du
da metaphorisch meinst, und eine falsche Gesellschaft anprangerst. Bitte
um Begründung!
2005-07-08 -
07:38 Uhr - Meine Antwort:
Nicht
"nur" die Terroristen sind krank ...
Das Wörtchen "NUR" hab ich vergessen. Es haben sich manche
daran gestossen, sorry!
Wenn ich meine, dass
unsere Gesellschaft krank und dieser Terrorismus nur ein Symptom dieser
Krankheit ist, kann doch allen Ernstes niemand annehmen, ich würde oder möchte
behaupten, die Terroristen seien gesunden Denkens mächtig. Ist eine
Pestbeule als gesund zu bezeichnen? Wohl kaum.
Und wenn Du, Soki,
hier behaupten willst, unsere Welt, die wir als deren Gesellschaft „so
erfolgreich“ gestalten, sei nicht krank, alles sei in bester Ordnung und
es gäbe keinerlei Bedarf für Veränderung, dann kann ich Dir zu Deinem
Weltbild nur gratulieren.
Es ist zwar nicht
richtig, aber es lebt sich leichter damit.
Liebe Grüße (mehr
auf www.der-denker.net)

2005-07-08 -
09:02 Uhr - Beitrag von: Daniel Modler
OT: findest du es
nicht etwas peinlich, dich selber als denker zu bezeichnen?
2005-07-08 -
13:00 Uhr - meine Antwort zu dem Beitrag von Daniel Modler:
Hhm, das ist wohl
eine gerechtfertigte Frage, die sich schon manche/r gestellt haben mag.
Die Antwort dazu ist:
1) Dass es sich hier
um die Frage des Begriffes "Denker" handelt. Wer definiert ihn
wie? Welches Recht hat sie oder er, die Unfehlbarkeit seines Urteils für
sich zu beanspruchen?
2) Wer ist ein
Denker? Nur jemand der im stillen Kämmerchen sitzt und seine Ergüsse von
Zeit zu Zeit bei Vorträgen und mittels regelmäßiger
Buchveröffentlichungen zum Besten gibt?
3) Ist als Denker
nur jemand zu bezeichnen, der nur denkt? Hat jemand, der damit auch etwas
verändern will, kein Recht, sich als Denker zu bezeichnen?
4) Gibt es nicht
generell viel zu wenige Menschen, die denken, das heißt, die möglichst
ziel-/ergebnisorientiert und effizient denken? (Dazu demnächst mehr!)
5) Ist das die
einzige Frage, die Dir zu dem vorgegebenen Themenkreis eingefallen ist,
lieber Daniel?
Ich für meinen Teil
möchte einen - leider viel zu kleinen - Teil dazu leisten, irgendetwas zu
bewegen, was in die Richtung zur Evolution des menschlichen Verstandes
führt, der hinter der technischen Entwicklung stark hinterher hinkt,
sträflichst vernachlässigt wird und dies teilweise bewusst unterstützt
wird.
Ich bin unter
anderem in der österreichischen Arbeitslosenszene tätig, und dort wird
das von Herrn Schüssel so bezeichnete Spiel
"Österreich-Mikado" gepflegt. Verloren hat dabei derjenige, der
sich als erster bewegt. Ich war bis vergangenes Jahr als Schriftführer in
einem dieser Vereine tätig, und dort hat man noch eine zusätzliche
Schikane eingebaut: "Wer als erster (vernünftige) Vorschläge macht,
die der Veränderung, der Verbesserung, des Fortschrittes dienen, der wird
gnadenlos ausgelacht."