2007-08-07
- Online-Initiative "Qual der Wahl"
Eine Online-Initiative mit
dem Namen "Qual der Wahl" möchte mittels Volksbegehren auf dem
Stimmzettel ein eigenes Feld für Protestwähler durchsetzen.
Der Initiator Nico Serda auf
die Frage des Potentials: "Bei den Ungültig-Wähler hat es im
Vergleich zur Wahl 2002 eine Steigerung von 14 Prozent, bei den Nicht-Wähler
eine von 69 Prozent gegeben."
Quelle:
Der Standard
Damit hat er einerseits den
Nagel auf den Kopf getroffen, denn die Anzahl jener Wahlberechtigten, die
sich mit den wahlwerbenden Parteien, ihren Programmen und Ideen nicht mehr
identifizieren können, wird tatsächlich immer grösser.
Doch alleine damit, diesen
die Möglichkeit zu geben, ihren Unmut über das herrschende Establishment
zu manifestieren, wird es wohl nicht getan sein. Der Grund dafür ist
einfach und einleuchtend: Wenige Tage nach der jeweiligen Wahl werden die
werten Damen und Herren ihr Fell trocken schütteln und den Kuchen nach
altgewohnter Weise wieder unter sich aufteilen.
Nein, es müssten all jene
Plätze, die den Protestwählern zuzurechnen wären, frei bleiben.
Erst dann, wenn unseren
PolitikerInnen der Platz am Futtertrog verwehrt bleibt, werden sie das
machen, wozu sie eigentlich von vornherein verpflichtet wären:
Im
Sinne der Bevölkerung, im Sinne der Menschen in diesem Lande und zu deren
Vorteil agieren, das Land in deren Sinne zu führen und zu verwalten. Dann
würden sich auch verworfene Wahlversprechen drastisch reduzieren!
