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Der Denker

Arbeitsmarkt

(01)

Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt 
regional - national - international 

....  und hier geht es zum neuen Indikator zur Gewinnoptimierung

 

Wie heißt es doch in einem Beitrag auf dieser Seite:

Österreichs Wirtschaft hat weiter gute Aussichten: 3 % bzw. 2,9 % Wachstum sagen für heuer die beiden Institute Wifo und IHS voraus.

Wie heißt es an anderer Stelle:

"Geht's der Wirtschaft gut, geht's uns allen gut!"
Wie gut's uns geht, lesen Sie bitte in den Beiträgen unterhalb.

2007-03-30 - Österreich - Arbeitskonflikt bei AIDA

Der Kurier berichtet, die MitarbeiterInnen würden "sanft genötigt", neue Kollektivverträge zu unterschreiben, die ihnen massive finanzielle Nachteile bringen. 

Quelle: Kurier

2007-03-30 - Deutschland - Erst mit 67 in die Rente!
Die geplante Erhöhung des Renteneintrittsalters hat die letzte Hürde genommen. Der Bundesrat stimmte dem Vorhaben zu. Ab 2012 wird das Renteneintrittsalter auf 67 erhöht.

Quelle: Tagesschau.de 

2007-03-30 - Deutschland - Deutsche Telekom
Die Gewerkschaften machen mobil gegen den Plan der Deutschen Telekom, bis zu 50.000 (!) MitarbeiterInnen in eine andere Gesellschaft auszugliedern und ihnen zuzumuten, mehr zu arbeiten, aber um 20 % weniger zu verdienen. 
Telekom:
"Notfalls nehmen wir auch Streiks in Kauf."

2007-03-30 - Frankreich - Arena Textilien
Die Firma Arena France, Produzent von Bade- und Schwimmbekleidung, sperrt ihre Produktion in Frankreich zu und errichtet gleichzeitig Produktionsstätten in Marokko und China.
Einige hundert Arbeitsplätze gehen verloren.
Anhand dessen möge wohl niemand annehmen, dass die untere Grenzlatte schon erreicht wäre. Es wäre dies ein fataler Trugschluß.

2007-03-28 - Österreich - Palmers spart bei Mitarbeitern

Die Wäschekette kürze älteren Mitarbeiterinnen die Gehälter und drohe mit Kündigungen, sagt die Arbeiterkammer.

Mitarbeiter wurden aufgefordert, bei gleicher Arbeitszeit auf rund 20 Prozent ihres Gehalts zu verzichten. Andernfalls drohe die Kündigung. Derzeit sind laut AK mindestens zehn Frauen betroffen. Sie seien über 50 Jahre alt und meist seit mehr als 30 Jahren im Unternehmen.

Das AMS teilte ihr mit, dass sie mit ihrem Alter von 51 Jahren unvermittelbar sei.

Quelle:  Der Standard 

Mit 51 Jahren unvermittelbar, sagt das AMS. 
Die Folge:  Sogenannte Qualifizierungsmaßnahmen, d. h. zwei Kurse pro Jahr, mit geringer Aussicht auf Erfolg, sprich auf einen vernünftigen Job, einen Job vor allem, von dem man leben kann.

2007-03-27 - Heimische Wirtschaft wächst deutlich

Österreichs Wirtschaft hat weiter gute Aussichten: 3 % bzw. 2,9 % Wachstum sagen für heuer die beiden Institute Wifo und IHS voraus.

50.000 neue Jobs erwartet das Wifo von der guten Konjunktur. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte aber nur um 23.000 sinken, weil mehr Menschen auf den Arbeitsmarkt drängen. Erwartet wird eine Arbeitslosenrate von knapp über 4,- % (derzeit 4,7 %). Besonders begünstigt sind die Bau- und die Sachgüterbranche. Der Privatkonsum dürfte etwas langsamer wachsen.

Quelle:  ORF Teletext Seite 104 - 2007-03-27 - 14:23 Uhr 

Knapp über 4,- %, na wer sagt'st denn nicht. Das ist ja ohnehin schon knapp über der für 2010 angestrebten Vollbeschäftigung. (Dazu demnächst mehr.)

Verwunderlich ist aber, woher jene 27.000 Menschen kommen, die jetzt - ganz plötzlich wie es scheint - auf den Arbeitsmarkt "drängen". Waren sie vorher nicht arbeitslos? Nein, sie waren nur - das nur unter Anführungszeichen - arbeitssuchend. 

Der Unterschied? Arbeitslose sind jene Menschen, die vom AMS betreut und somit in dessen Statistik geführt werden, unter welcher Kategorie auch immer. 

Die auf den Arbeitsmarkt Drängenden sind eben jene, die bisher keinen oder noch keinen Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung oder Notstandshilfe hatten. 

Andere Länder weisen diese Menschen auch in ihrer Beschäftigten- bzw. Arbeitslosenstatistik aus, Österreich nicht. Daher auch die guten Vergleichswerte. 

Die Medien nehmen's hin - und schweigen.

Nachtrag zur Bestätigung einer der obigen Bemerkungen:
Forenbeitrag von blickzurückimZorn zu
Arbeitslosigkeit sinkt stärker als erwartet
erwerbssuchend - ich war mal erwerbssuchend, und nicht versichert - also war ich auch nicht arbeitslos - sagte der heini vom AA

2007-03-27 - Citigroup könnte 15 000 Stellen streichen

Die Citigroup steht Zeitungsberichten zufolge wegen der zuletzt kräftig gestiegenen Kosten kurz vor dem Abbau von möglicherweise bis zu 15.000 Stellen. Zudem werde das Unternehmen hohe Sonderbelastungen verbuchen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Quelle: Handelsblatt von 2007-03-26 

2007-01-23 - ISE in Insolvenz - Bericht wird nachgetragen

2007-01-23 - Deutsche Pharmafirmen streichen Arbeitsplätze

Weniger Neueinstellungen 2007. Die Zahl der Mitarbeiter in der deutschen Pharmaindustrie wird in diesem Jahr sinken. Sowohl im Außendienst als auch in Forschung und Verwaltung werden die Unternehmen in diesem Jahr weniger Mitarbeiter einstellen als im vergangenen Jahr.

Quelle:  Handelsblatt 

2007-01-23 - Pharmariese Pfitzer streicht 10.000 (!) Stellen

Es heisst dies, dass Pfizer rund 10 % aller seiner Arbeitsplätze streichen wird. Davon betroffen ist auch Deutschland, wo mehr als 5.000 Menschen bei diesem Unternehmen beschäftigt sind. 

Am Tag zuvor noch wurde für ebendieses Unternehmen ein Rekordgewinn im Jahr 2006 gemeldet!

Quelle: Tageschau.de & Handelsblatt 

2007-01-23 - Aus für die Wolff-Hose

Die Medien berichteten bereits gestern abends, dass die Vorarlberger Wirkwarenfabrik Gebrüder Wolff Konkurs anmelden wird. Davon betroffen sind insgesamt 555 Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren werden, davon 320 in Vbg., 235 in Ungarn und der Slowakei.

Für die Mitarbeiter in Vbg. wird es eine Arbeitsstiftung geben. (Besser als gar nichts, die Effizienz solcher Einrichtungen möge man anhand der Ergebnisse beim Fall "Optyl" beurteilen.)

 

2007-01-22 - Motorola streicht 3500 Arbeitsplätze

3.500 Stellen werden gestrichen
Nach der Bekanntgabe schlechter Quartalsergebnisse werden nun Massenentlassungen angekündigt. Motorola beschäftigte zuletzt 67.000 Mitarbeiter weltweit, im Zuge kommender Kostenanpassungen sollen
3.500 von ihnen entlassen werden. In welchen Bereichen die Stelleneinschnitte vorgenommen werden, ist noch nicht bekannt.
Begründung: Die Ergebnisse des letzten Jahres seien "nicht akzeptabel".
Quelle:  Telekom Presse 

2007-01-22 - Toshiba stellt Produktion von Notebooks in Nürnberg ein. Bis zu 400 Mitarbeiter sind davon betroffen, davon ca. 250 unmittelbar.

"Die Einstellung der eigenen Produktion sei nötig, um im hart umkämpften Computermarkt mit höherer Flexibilität und reduzierten Kosten eine führende Position zu behaupten."

Quelle: Telekom Presse 

2007-01-16 - Nokia-Zulieferer Perlos baut 4000 Beschäftigte ab

Nokia-Zulieferer baut Stellen ab

Die Einnahmen aus der Zusammenarbeit mit dem Hauptabnehmer und Marktführer seien gesunken.

(Wien, 16.1.2007) Perlos, einer der wichtigsten Zulieferer des finnischen Mobilfunkriesen Nokia, hat die Vernichtung von 4.000 Arbeitsplätzen angekündigt. Das entspricht rund einem Drittel der Belegschaft des Unternehmens.

Restrukturierung
Für das jüngste Quartal hatte Perlos überraschend schlechte Geschäftszahlen vorgelegt. Die Entlassungen seien Bestandteil eines Restrukturierungsplanes, nach dessen Umsetzung wieder Gewinne erzielt werden sollen, teilte das Management gestern in Helsinki mit. 1.200 der geplanten Entlassungen sollen die Beschäftigten in Finnland treffen.

Quelle: Telekom Presse 

2005-04-30 > 2006-12-31 - In dieser Zeitspanne habe ich die Entwicklung wohl weiter mitverfolgt, ich habe sie jedoch nicht schriftlich festgehalten.

Wie viele Jobs wieder verloren gegangen sind, sei es durch Kündigungen, Sozialprogramme, fehlende Nachbesetzungen, etc. etc., weiß ich nicht, es sind aber ganz sicher nicht wenige.

- Die Politiker:  2010 haben wir Vollbeschäftigung!
- Was halten Sie von dieser Aussage?  - Schreiben Sie es mir!
- Was ich davon halte, erfahren Sie schon jetzt, nicht erst 2010, und vor allem: Hier.

2007-03-26 - Ja, und noch etwas: Bei dieser Rubrik habe ich mir nicht die Mühe genommen, sie in das Archiv zu verbannen. Man soll hier ruhig sehen, was da vor sich ging. 

2005-04-29 - Deutschland - Bayer  - DE minus (2400 + 750)
Glänzende Geschäftszahlen durch Vernichtung tausender Arbeitsplätze Tausende Arbeitsplätze.
Kostete das Sparprogramm von Bayer in Deutschland schon bisher 2400 Arbeitsplätze, so werden dieses Jahr weitere 750 MitarbeiterInnen ihren Arbeitsplatz verlieren. 
Doch belasten die Praktiken dieses Multikonzerns nicht alleine den Arbeitsmarkt, nein, auch in Bezug auf die Umwelt und Kinderarbeit in Entwicklungsländern steht Bayer am Pranger.
Quelle: Junge Welt.de

2005-04-28 - Deutschland - Linde - DE minus 1200

Die deutsche Linde Kältetechnik, Marktführer für gewerbliche Kühlsysteme in Europa, wird Teile ihrer Produktion nach Tschechien und Frankreich verlagern. Dadurch gehen ca. 1300 Arbeitsplätze verloren, auch die noch verbleibenden 1200 Arbeitsplätze sind langfristig fraglich. Die Entscheidung dafür fiel in Amerika, einmal mehr eine Folge von Spartenverkauf an amerikanische Firma.

Quelle:  Netzeitung.de

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2005-04-27 - Österreichische Post - Mehr Gewinn, dafür aber weniger Jobs = AT minus 1000

Die Post konnte durch die Eröffnung eines neuen Paketzentrums in Wien-Inzersdorf alleine in den ersten drei Monaten dieses Jahres 1000 Stellen abbauen. Darüber, wie viele MitarbeiterInnen noch abgebaut werden dürften, hält man sich bedeckt. Eine Untergrenze beim Personalabbau gebe es aber nicht. Na toll.

Quelle:  Der Standard - ORF.Teletext

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2005-04-27 - Deutschland - Hitparade "Jobabbau"

Chipkonzern Infineon stürzt ab:  DE minus 800  
Weitere "Maßnahmen" für Restrukturierung, nachdem durch Schließung eines Werks in München der Abbau von 800 MA bis Ende 2006 eingeleitet wurde. Und wie weiter?
Quelle: Die Welt.de

Lanxess (Chemie), DE minus 1200 ?
frühere Bayer-Tochter verliert den Anschluß an europäische Konkurrenz. Folge: Es wird Stellenabbau von möglicherweise bis zu 1200 diskutiert. Quelle: Die Welt.de

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2005-04-22 - Head lagert Tennis-Produktion aus
Nach Tschechien? Nein, von Tschechien und Östgerreich nach China.  AT minus 120, CZ minus 130

Budweis ist mit dem Verlust von  130 Arbeisplätzen betroffen und Kennelbach bei Bregenz mit 120 Arbeitsplätzen. Von wegen Tschechien = Wie sagte doch bereits Johannes M. S. treffend: Niemand ist eine Insel. 
(Das ist alles Mögliche, nur kein Grund zu Schadenfreude).

Quelle: ORF Teletext

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2005-04-22 - Deutschland: Siemens VDO produziert ab Mitte 2006 in Tschechien. 
Aber halb so schlimm: Im Stammwerk  innovative Produkte geplant, "allerdings nur möglich, wenn sich Belegschaft flexibel zeige. ... mehr dazu 

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2005-04-22 - Deutschland: Bertelsmann streicht bei Buchclub massiv Stellen.
In der Zentrale wird fast jeder fünfte Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz verlieren
. = minus 70 MA. ... mehr dazu

2005-04-21 - Deutschland: Ein klarer Fall von Haifischkapitalismus
Das hässliche Gesicht der Globalisierung. = minus 1000 MA?
Mit folgender Aussage: "SPD hat zu viel versaut." ... mehr dazu 

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2005-04-08 - Deutschland: Spät aber doch kommt die Wahrheit an das Tageslicht:
Chef der
BA gesteht bittere Pille nunmehr ein:  6,5 Millionen Arbeitslose -... mehr dazu

APRIL 2005

DE-FR - 2005-04-02 - Smart streicht ein Drittel der Stellen

Harter Sparkurs beim Kleinwagenhersteller - Roadster wird eingestellt - Gewinnprognose gesenkt

Stuttgart - Der Autokonzern Daimler-Chrysler will seine verlustreiche Kleinwagenmarke Smart sanieren. 2007 soll die Marke Geld verdienen. Laut Betriebsrat werden rund 700 der insgesamt 2150 Stellen gestrichen, 600 davon in der Smart-Zentrale in Böblingen, der Rest am Produktionsstandort im französischen Hambach.

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AUGUST 2004

2004-08-30 - Österreich - Ara-Schuhfabrik in Feldkirchen/Ktn. 
... baut wieder 70 Arbeitsplätze ab

2004-08-30 - Österreich - Steirisches Autohaus in Konkurs 
Davon betroffen: 74 Dienstnehmer (darunter 18 Lehrlinge) und über 80 Lieferanten.

2004-08-30 - BRD - Der deutsche Handel 
....  rechnet damit, weitere 20.000 (!) Jobs abbauen zu müssen.

2004-08-30 - BRD - Deutscher Mittelstand goes East
Auch immer mehr Mittelständler drehen dem Standort Deutschland den Rücken zu. 

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APRIL 2004

GL - 2004-04-01 - EMI, Warner Musik, Universal, Sony - 
auch hier weitere Kostenkürzungen - so heißt das jetzt

MÄRZ 2004

AT - 2004-03-31 - Philips streicht 120 Jobs in Wien 

EU - 2004-03-25 - Go East: Die Lohnkarawane deutscher Unternehmen 

Restliche Meldungen werden nachgetragen, bitte noch etwas Geduld.

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FEBRUAR 2004

AT - 2004-02-25 - EMCO - Verlagerung der Produktion

AT - 2004-02-25 - CARRERA-OPTYL TRAUN - Verzweiflung und Resignation

DE - 2004-02-19 - DEGUSSA: Neue Chemiefabriken passen in einen Container

DE - 2004-02-19 - Umsätze mit "gebrauchten" Fondsanteilen steigen 

DE - 2004-02-19 - Vorstandsvorsitzender der Daimler-Chrysler AG verdient (?)  rund zehn Mio. Euro pro Jahr.

DE - 2004-02-19 - Dramatische Einbrüche bei den Auto-Konzernen

DE - 2004-02-19 - 500.000 bis 600.000 Arbeitslose weniger in Deutschland! 

DE - 2004-02-19 - Metallbranche: Abbau von rund 6000 Stellen bis zum Sommer dieses Jahres.

DE -  2004-02-18 - Unternehmen schaffen kaum neue Stellen - Dieses Jahr zwei Prozent Wachstum erwartet

DE - 2004-02-18 - Pleite eines holländischen Arbeitsvermittlers sorgt in Deutschland für 2000 Arbeitslose

GL - 2004-0212 - Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta will trotz eines Gewinnsprungs 2003 weiter massiv sparen.

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2005-04-15

Der britische Automobilhersteller Rover ist am Ende.
Ein letzter Rettungsversuch der Regierung ist gescheitert und somit stehen 5000 (!) Mitarbeiter unmittelbar vor der Kündigung. Weitere 18000 Arbeitsplätze sind in den Zulieferbetrieben gefährdet.

2004-04-02

DE-FR - 2005-04-02 - Smart streicht ein Drittel der Stellen

Harter Sparkurs beim Kleinwagenhersteller - Roadster wird eingestellt - Gewinnprognose gesenkt

Stuttgart - Der Autokonzern Daimler-Chrysler will seine verlustreiche Kleinwagenmarke Smart sanieren. 2007 soll die Marke Geld verdienen. Laut Betriebsrat werden rund 700 der insgesamt 2150 Stellen gestrichen, 600 davon in der Smart-Zentrale in Böblingen, der Rest am Produktionsstandort im französischen Hambach.

 
2004-04-01

Bei EMI spielen die Kostenstreicher auf.

Der britische Musikriese wird weitere 1500 Arbeitsplätze streichen und ein Fünftel seiner Künstler auf die Straße setzen, nachdem man bereits in den letzten beiden Jahren 1900 Stellen vernichtet hat.

Auch die Konkurrenz schläft nicht: Warner Music hat den Abbau von 1000, Universal von 1500 Jobs angekündigt, und sollte die Fusion BMG/Sony klappen, erwarten Experten auch hier weitere Kostenkürzungen.

Quelle:  Handelsblatt

2004-03-31

Philips streicht 120 Jobs in Wien, sowie ...
weitere 150 Jobs in anderen Ländern der EU.
Nun, man kann einem Betrieb wohl schwerlich einen Vorwurf machen, wenn er eine auslaufende Produktionslinie stilllegt. Aber für jene Menschen, die davon betroffen sind, ist das wohl kein Trost, nicht einmal ein schwacher.

Andererseits: Durch die zuletzt erzielten Erfolge ist man in den Maßnahmen bestärkt und wird der heiligen Kuh "Profit" noch manchen Job opfern. Siehe:

Nach zwei verlustreichen Jahren ist die niederländische Philips Electronics NV wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt.  
Quelle: Die Welt.de

2004-03-25

Auslagerungen westeuropäischer Betriebe

Go East: Die Lohnkarawane deutscher Unternehmen 
Ein Paradebeispiel, gezeigt von der Sendung "Monitor" des Westdeutschen Rundfunks: Das Einkommen einer Näherin aus BRD: 900,- € - Rumänien: 150,- € - Moldawien: 80,- €.  

Quelle:  Monitor.de

2004-03-03

WARNER MUSIC

Weltweit will das Unternehmen rund 20 Prozent seiner Stellen streichen. (Das sind ca. 1000 Personen).

Quelle: Manager-Magazin, de

2004-03-02

 

Lego entlässt angeblich bis zu 1000 Mitarbeiter

Nach Rekordverlusten im vergangenen Jahr wird der dänische Spielzeughersteller Lego nach einem Pressebericht bis zu tausend Mitarbeiter entlassen.

Quelle:  Tagesschau.de

2004-03-01

 

Standortstreit spitzt sich zu 

Drei bayerische Firmen, die jüngst in Österreich statt in Bayern neue Betriebe gegründet haben, berichten von Strafaktionen. 

Bei den heiß begehrten Unternehmenszentralen sank die Zahl weiter von fünf auf vier. Vierzig Arbeitsplätze entstanden. Wieviele Headquarters gleichzeitig nach Prag oder Budapest abwanderten, konnte Bartenstein nicht beziffern.

Quelle: Kurier

2004-02-25

 

EMCO - Verlagerung der Produktion

EMCO, ein Betrieb des Großindustriellen Mirko Kovats, lagert seine Produktion nach Deutschland Ost (wegen der hohen Förderungen) und nach Tschechien aus. 60 bis 80, eventuell weitere 20 bis 30 Betroffene. Was aber wird aus der 2003 abgegebenen fünfjährigen Standortgarantie? Wird sie halten, bzw. wird sie eingehalten werden?

Quelle:  

Salzburger Nachrichten
- Emco macht Ernst
- Welche Zukunft hat Emco?

Der Standard

- EMCO verlässt Hallein

2004-02-25

 

CARRERA-OPTYL TRAUN

Verzweiflung und Resignation 
bei den 473 gekündigten Carrera-Mitarbeitern - Land und AMS stehen im Kreuzfeuer der Kritik.

Quelle:   Standard:  Schiefe Optik nach Carrera-Schließung

2004-02-19

 

DEGUSSA "erwirtschaftet ohnehin drei Viertel seines Umsatzes schon im Ausland".

Die Rationalisierungseffekte dieses Systemwechsels werden tief greifende Folgen haben - es muss zumindest in den Bereichen Fein- und Spezialchemikalien mit Arbeitsplatzverlusten gerechnet werden.

"Die Chemie braucht eine deutlich "höhere Intelligenz" ihrer Mitarbeiter auf allen Gebieten", resümiert Alfred Oberholz, Vorstandsmitglied bei der Degussa AG in Düsseldorf, dem weltgrößten Produzenten von Feinchemikalien, die Personalanforderungen. Das Unternehmen erwirtschaftet ohnehin drei Viertel seines Umsatzes von zwölf Milliarden Euro heute schon im Ausland. "Wir werden unsere Präsenz in attraktiven Märkten mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten, Asien, China, Lateinamerika und Osteuropa, weiter ausbauen", kündigt Oberholz an. Das heißt ein weiteres Abschmelzen in Europa.

Kommentar überflüssig.

Aus: Die Welt  

2004-02-19

 

Armut im Vormarsch - das sind die Auswirkungen: 

Umsätze mit "gebrauchten" Fondsanteilen steigen - Verbandskritik: Zweitmarkt-Anbieter profitieren von Notlage der Anleger.

Eine der gravierenden Folgen von Arbeitslosigkeit. Mit einem Greifen der Sozialhilfe neu wird sich dieser Trend sehr rasch festigen. Die Rücklagen für die Pensionsvorsorge und für Notlagen müssen aufgelöst werden. Aber das ist nur der erste Schritt, beim nächsten Schritt geht es dann schon um die Vermögenssubstanz.

Aus: Die Welt - Goldene Zeiten für Schnäppchenjäger

2004-02-19

 

Jürgen Schrempp soll bis 2008 Vorstandsvorsitzender der Daimler-Chrysler AG bleiben. Schrempp soll, wie es heißt, rund zehn Mio. Euro pro Jahr verdienen.

Mit der Summe von zehn Mio. Euro könnte man das monatliche Grundeinkommen mit € 700,- für 1190 Menschen sichern. Das Geld käme wieder der Allgemeinheit und der Wirtschaft zugute, dem Sozial- und Gesundheitssystem und der Kriminalstatistik. Kurz: Es käme dem Miteinanderleben zugute.

Aus: Die Welt - Daimler-Chrysler verjüngt den Vorstand

2004-02-19

 

Dramatische Einbrüche bei den Auto-Konzernen - Absatzzahlen und Gewinne stark gesunken:

.... Überkapazitäten von etwa 20 Prozent. Deshalb sollten Fertigungsanlagen zusammengelegt und so flexibilisiert werden .... (Wie viele Arbeitsplätze wird das wieder kosten?) 

Aus: Die Welt  

2004-02-19

 

Metall-Tarifabschluss in der BRD: 

Er werde nicht die erhofften Impulse für die Beschäftigung bringen. Klingelnberg rechnet mit einem weiteren Abbau von rund 6000 Stellen bis zum Sommer dieses Jahres.

2003 sank die Zahl der Mitarbeiter im Maschinen- und Anlagenbau im Vergleich zum Vorjahr um 24 000 auf 875 000. 

Aus: Die Welt - Tarifabschluss in der Metallbranche sorgt für Ärger

2004-02-19

 

Endlich: 500.000 bis 600.000 Arbeitslose weniger in Deutschland! Phantastisch! Mit welchem Elan hier Politik und Wirtschaft emsig bemüht sind, die Statistiken nach ihren Wünschen auszurichten. Wenn man das offiziell macht, braucht man anschließend weniger zu manipulieren.

Würde man gleichen Elan dazu einsetzen, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen, dann wäre es vielleicht wirklich möglich, die Arbeitslosenzahlen um 500.000 bis 600.000 zu verringern.

Keinesfalls aber durch Änderungen in der Statistik. 
Was denkt sich jemand, der Arbeitslosigkeit so definiert, dass jeder, der pro Woche auch nur eine Stunde arbeitet, beschäftigt ist und den Status arbeitslos los wird?

Als nächstes werden auch jene, die tatsächlich um einen Arbeitsplatz bemüht sind und sich aktiv bewerben, was das Zeug hält, aus dieser Statistik herausfallen. Denn laut dem Hesse/Schrader Standardwerk "Bewerbungshandbuch" ist Arbeitssuche harte Arbeit. 

Leben kann man aber  von Arbeitssuche genau so wenig wie von einer Arbeitsstunde wöchentlich.

Aus: Die Welt - Die Bundesregierung hat beschlossen, die Erwerbslosenstatistik zu ändern. Die neue Systematik wird voraussichtlich weitaus weniger Arbeitslose ausweisen als die bestehende.

2004-02-18

 

Umfrage des DIHK: Unternehmen schaffen kaum neue Stellen - Dieses Jahr zwei Prozent Wachstum erwartet

Die Arbeitslosen in Deutschland werden nach einer Unternehmensumfrage der Industrie- und Handelskammern kaum von der Wirtschaftserholung in diesem Jahr profitieren.

Aus: Die Welt - Aufschwung vorerst ohne Jobs

2004-02-18

 

 

Denn mit einem Schlag erhöhte sich die Arbeitslosenzahl um mehr als 2000 - ausgerechnet, weil ein von ihr beauftragter privater holländischer Arbeitsvermittler wegen fehlender Vermittlungserfolge in die Pleite gerauscht ist. ....  die Frage nach dem Sinn von Personal-Service-Agenturen:

Aus: Die Welt - Maatwerk-Pleite sorgt für 2000 Arbeitslose in der Region

2003-09-22

 

Arbeitslosigkeit steigt doppelt so stark wie erwartet 

nachzulesen in Spiegel Online

Welche Auswirkungen wird das wieder auf Österreich haben?

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Aktualisierung:  2009-05-22

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